Mittwoch, 17. September 2014

Ein Dirndl und aber doch nicht

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Endlich ist die Sommerpause vorüber und der MMM startet heute in eine neue Runde... schon gestern wurden die Änderungen/Neuigkeiten verkündet und ich freue mich sehr über die neuen Teammitglieder und auf immer wechselnde "Vorturnerinnen"... heute mit der Lieblingsfraukirsche in einem wieder mal wunderhübschen Kleid nebst Pony, natürlich.

Nun zu meinem heutigen Beitrag. Das Foto ist vom Wochenende.

In der Burda 09/14 sind einige Dirndl zu sehen, für Damen wie für Mädchen.
Ich bin kein Fan dieser Oktoberfeste und der "Verkleidung", welche zu diesen Festen in den nichtbayrischen Gegenden betrieben wird. Wenn ich so sehe, was für "Kostüme" in den Warenhäusern reihenweise gekauft werden... (ich kann das während meiner Arbeit gut beobachten) erinnert mich so manches Dirndl doch sehr an Fasching.
Aber jeder wie er mag. Ein richtiges gut genähtes Dirndl kann sehr schick sein (wie man auf dem MMM-Blog während des Dirndl-Sew-Alongs sehen konnte), passt in meinem Kopf aber eben nur in die Berge, sorry.

Ich mochte den Schnitt, welcher zwar von Burda als Dirndl bezeichnet wird, aber für mich einfach ein tolles durchgehend zu knöpfendes Kleid ist, welches Frau je nach Wetter ganz pur, mit Bluse, Shirt (hier mit dem von mir bisher nicht getragenen fluffigen Oberteil) oder auch langärmligen Oberteilen tragen kann.

Der Stoff war ein 2€/m Schnäppchen vom Stoffmarkt, die Knöpfe habe ich selbst bezogen und sind von Buttinette. Ich ärgere mich, dass ich daraus Tarnknöpfe machte und nicht schwarz uni zum beziehen genutzt habe. Vielleicht hätten dem Schnitt auch Paspeln gut gestanden, aber das kann ich beim nächsten Versuch ja einbauen.
Ich bin auch sehr froh, dass die 10 Knopflöcher (8 hätten es allerdings auch getan) gut gelungen sind. Obwohl meine uralte Pfaff Knopflöcher speichern kann sollte, vergisst sie nach dem ersten Knopfloch schon mal, wie weit sie eigentlich nur nähen darf und näht ungestört weiter... deshalb habe ich jedes Knopfloch neu in der Länge positioniert und mich nicht auf die Speicherung verlassen - und es hat funktioniert.

Der Saum ist mit Schrägband versäubert, das gibt dem Ganzen ein wenig Stand, auch ohne Petticoat drunter.
Zum ersten Mal nähte ich auch Nahttaschen ein, mal sehen, ob ich sie auch benutze. Wobei ja so langsam die Schnupfensaison kommt und ein Taschentuch besser griffbereit steckt.

Lange Rede, kurzer Sinn: der Schnitt funktioniert sehr gut für mich, habe kaum etwas ändern müssen. Ein klein wenig in der Rückennaht, die Länge natürlich klar, aber das war es wohl auch schon. Ich könnte sicherlich an der Schulter noch etwas wegnehmen und somit das Armloch etwas verkleinern, damit die Träger etwas fester sitzen.


Aus dickerem Stoff für den Winter kann ich mir das Kleid auch gut vorstellen, ein kariertes wolliges Kleid ist auch in der Zeitschrift abgebildet. Ich werde sehen, was ich im Vorrat finde.









Kommentare:

  1. Deine Variante des Kleides gefällt mir auch sehr gut! Hat auch ein bisschen was von Rock'n'Roll :)
    Mit den Dirndln geht es mir auch so - obwohl ich aus Süddeutschland komme und wir hier ein großes Volksfest à la Oktoberfest haben hatte ich noch nie ein Dirndl an - es gehört hier einfach nicht zum Kulturgut, daher kommen mir die Kauf-Dirndl auch immer sehr wie Kostüme vor.

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  2. Ein sehr schönes Kleid! Den Schnitt habe ich mir auch schon vorgemerkt und werde ihn mit Deiner schönen Version vor Augen jetzt bestimmt nähen :-)

    Liebe Grüße,
    Stefanie

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  3. Das Kleid sieht einfach schön aus, ob nun Dirndl oder nicht...Der Schnitt betont einfach die weibliche Figur sehr vorteilhaft.

    LG Luzie

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  4. Schön geworden! Der Schnitt ist auch sofort auf meine Kopfwunschliste gehüpft. Ich dachte dabei auch ein ein schönes, wolliges Winterkleid. Aber dein Kleid ist dafür alljahrestauglich, je nach Kombination.

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  5. Ein sehr hübsches Kleid. Ich fand den Schnitt in der Burda auch toll. Und wenn man sich mal "verkleiden" mag, kann man ja schnell eine Schürze dazu kombinieren.

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  6. Gefällt mir sehr, wie du den Schnitt umgesetzt hast. Den Schnitt finde ich auch interessant, je nach Stoff lassen sich aus dem Schnitt die unterschiedlichsten Versionen herausholen.
    LG von Susanne

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  7. Schöne Variante des "Dirndl-Kleids" - Sowas schwebt mir auch im Kopf vor. Ist auch hier im Süden öfter tragbar als ein Dirndl.
    Steht dir prima.
    Viele Grüße Elke

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Schön, dass du vorbei schaust und danke für deinen Kommentar.